Michael: So und damit Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Magic Writing. Der Podcast, der sich darum kümmert, dass du immer die richtigen Worte für dein Unternehmen in jedem Einsatzbereich findest. Ich bin Michael und ich freue mich, dass du heute wieder dabei bist. Und für die heutige Folge habe ich mir einen ganz besonderen Gast eingeladen, denn wir beschäftigen uns ja im Kern mit dem Thema Copywriting und ein Bereich, der da immer wieder auftaucht, ist das Thema E-Commerce. Und genau dafür habe ich mir meinen heutigen Gast eingeladen. ist der Gründer von Vitein, einer Marke, letztendlich für Clean-Supplements steht. ist Experte im Bereich E-Commerce und vor allem ein Experte, wenn es darum geht, hochwertige und nachhaltige Nahrungsergänzungsmittel zu produzieren, zu verkaufen und letztendlich heute bei mir, Philipp Riedl, herzlich willkommen.
Philipp: Hi, freut mich, dass ich dabei sein darf und danke für die Einladung.
Michael: Sehr, sehr gerne. Sehr gerne. Schön, dass du dabei bist. ja, ich freue mich. Ich freue mich auf das Thema. E-Commerce ist auf jeden Fall ein spannendes Feld, wo einfach auch dann meine Expertise irgendwann aufhört. Aber Philipp, ich habe dich ganz kurz schon eingeführt, ganz kurz schon vorgestellt, aber auch an dich die Frage, die letztendlich jeden meiner Podcastgäste erwischt. Was müssen meine Zuhörer über dich wissen. Damit Philip das Gefühl hat, sie wissen alles, wichtig ist. Oder ganz kurz, wer ist Philip?
Philipp: Also privat jetzt an sich, ich habe vor viereinhalb oder fünf Jahren jetzt mittlerweile Vita eingegründet. Wir stellen superclean Supplements her von Proteinpulvern über Clear's, über Riegel, andere Supplements, alles mögliche und ich kümmere mich bei uns die ganzen Operations und Finanzen. Also ich bin jetzt nicht so sehr im Marketing drin. Co-Founder. Ich kümmere mich sozusagen mal die ganzen Strukturen, Prozesse etc. und was hinten rumläuft und mache das jetzt auch schon länger. Natürlich am Anfang viel, viel lernen müssen. Mittlerweile weiß ich da deutlich mehr und habe schon viele Prozesse aufgebaut bei uns. Ich aber sagen, liegen auf jeden Fall meine Stärken. So bisschen die Ecke zu denken, Strukturen aufzubauen.
Michael: Ja, das ist ja genau das Thema. Gerade am Anfang von einem Start-up bist du ja irgendwie so gefühlt in einer Person einmal alles oder beziehungsweise wenn du noch ein, wenn du zu zweit oder zu dritt seid, kann man sich das ja immer noch aufteilen, aber trotzdem macht erfahrungsgemäß jeder irgendwie so alles. Und kleine unbezahlte Empfehlung am Rande, die Produkte von Vitale, ich kann sie auf jeden Fall sehr empfehlen aus eigenem, aus dem eigenen Bedarf heraus oder aus der eigenen Nutzung heraus, sag ich mal so.
Philipp: Danke dir.
Michael: Aber da kommen wir jetzt eigentlich auch schon zum Kernthema oder was denn den Kernpunkt eurer Marke ausmacht. Weil ich sag mal, wenn ich an Supplements denke oder wenn ich gerade so in diesem Bereich Nahrungsergänzungsmittel, ist ja mittlerweile auch ein Riesenfeld, was vor 10, 15 Jahren vielleicht noch nicht so war. Bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, aber du hast ja mittlerweile wirklich riesige Marken, sei es jetzt More, ESN, die glaube, alle zusammengehören dann von Markus Rühl und was weiß ich, wie sie mich alle heißen.
Michael: Woher kam dann jetzt die Idee, sag ich mal zu sagen, wir gründen jetzt ein kleines Startup und wir machen es ja letztendlich mal komplett anders als die Großen, weil das ist halt auch was, was zumindest, ich kann aus meiner Erfahrung sagen, für euch gesprochen hat, ihr seid nicht so eklig süß wie die anderen. Also das finde ich ganz furchtbar, aber es ist ein anderes Thema.
Philipp: Mmh.
Philipp: Ja, auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Als wir gestartet haben, war Moa ESN noch gar nicht so groß, ich sagen. klar, die man kannte, zumindest ESN kannte man schon, Moa war eher bisschen unbekanter. Damals war Rocker, glaube ich, so die größte Supplement-Marke gerade. Und wie kam es dazu? Im Endeffekt eigentlich aus Eigenbedarf. Du sagst es schon, es schmeckt viel zu süß. Ich habe früher sehr, sehr viel Whale getrunken, hat mir auch immer ganz gut geschmeckt, aber ich hatte super viele Hautprobleme davon. Und habe halt immer eine schlechte Haut davon gehabt, unreine Haut. etc. habe mich dann immer gewundert, woher das kommt. Dann habe ich mich mal eingelesen im Thema und gesehen, dass Milch sehr entzündungsfördernd ist und ich habe echt viel davon getrunken und bin dann umgestiegen auf pflanzliche Proteinpulver. Hattet aber immer das Problem, dass es viel zu süß war, super künstlich geschmeckt hat, super sandig war, einfach kein gutes Produkt, er kein rundes Produkt und dachte mir dann so, es kann doch nicht sein, dass es so viele schlechte Produkte gibt. In so einem wachsenden Markt und mit so großen Firmen dahinter, das muss man noch irgendwie besser hinbekommen. Und so entstand eigentlich die ursprüngliche Idee hinter den Produkten, einfach eine cleane Variante mit einem angenehmen Geschmack rauszubringen, was nicht so super künstlich, super süß schmeckt, aber trotzdem halt gute Inhaltsstoffe hat und halt ein gutes Marketing macht, im besten Fall, weil viele Biomarken geschmecken dann meistens so super. auch biomäßig und haben halt ein schlechtes Marketing und wir wollten das beides vereinen. Primär erstmal für uns, was Cooles zu entwickeln, aber natürlich, ich hatte schon immer mal vor, auch was eigenes zu starten und daher war das dann nicht ganz abwegig, dass wir das dann sozusagen als Start-up gründen.
Michael: Ja, ist ja letztendlich, wenn ich selber das Produkt nutze oder zumindest jemanden habe im Umfeld, den ich das haben oder nutzen möchte, ist natürlich der Antrieb dahinter einfach nochmal ganz andere als wenn ich jetzt einfach sage, ich mache jetzt einen Online-Shop.
Philipp: Voll!
Philipp: Es gibt Leute, die suchen nach einem Produkt, was gerade im Trend ist, haben damit nichts am Hut und machen es halt dann. Aber bei uns war das halt eher aus eigenem Bedarf. Deswegen war es auch so cool mit der Story, dass wir uns wirklich rausgekannt haben in dem Bereich, gewusst haben, worauf es ankommt und uns unser Bestes gegeben haben, ein gutes Produkt zu entwickeln.
Michael: richtig richtig cool und das bringt mich auch dann zum nächsten punkt an der stelle weil Ihr legt ja sehr viel wert auf das pflanzliche letztendlich steckt ja am ende auch bei euch im namen ich glaube es ist irgendwie eine schöpfung aus vegan und retain
Philipp: Mhm.
Philipp: Genau vegan und retain, also erhalten, so dieser Nachhaltigkeitsaspekt nochmal, den wir eigentlich auch überall ganz gut drin haben.
Michael: Richtig. war das an der Stelle für euch, da gerade das auch in die Kommunikation und ins Marketing zu bringen? hast ja eben angesprochen, gutes Marketing, das ist jetzt nicht, also vielleicht nicht unbedingt der erste Gedanke, den jemand denkt, der nach einem Proteinpulver sucht. Also mittlerweile vielleicht nochmal deutlich mehr, weil auch so ja auch im allgemeinen Konsum das ganze Thema Nachhaltigkeit jetzt
Philipp: Mmh.
Michael: noch mal deutlich präsenter ist. vor vier, fünf Jahren war Anfang Corona, hatten die Leute andere Sorgen.
Philipp: Mmh.
Philipp: Ja, ich finde es tatsächlich eher andersrum von der Wahrnehmung her. generell dieser ganze Nachhaltigkeitstrende. Ich finde das super wichtig und ich stehe auch dafür, man merkt schon, dass es nicht mehr so wichtig ist wie vor ein paar Jahren noch. Zum einen mal die Ansprache von vielen Unternehmen hat sich stark geändert, genau so wie es viel Greenwashing war damals. Zum anderen merkt man das auch auf Konsumentensicht, vielleicht weil es auch einfach der Wirtschaft gerade schlechter geht etc.
Michael: Ja, auf jeden Fall.
Philipp: Es gab mal eine Zeit lang so einen wirklich großen Nachhaltigkeitstrend. Mittlerweile ist das aber fast schon wieder bisschen abgeflacht. Und man merkt auch, generell, wir machen das ja nicht, weil wir jetzt unbedingt noch einen USP mehr brauchen, sondern einfach weil wir es gut und wichtig finden, dass wir nicht alles in Plastik verpacken. Aber trotzdem merkt man, dass es jetzt kein unglaublich starker USP ist. Also die Leute kaufen ein Produkt nicht, weil es nachhaltiger ist als ein anderes Produkt, sondern primär kaufen Leute das Produkt. aus relativ egoistischen Gründen. Einfach was Gutes für sich zu haben, was einem schmeckt, was einem an sein Ziel bringt. Heißt jetzt Muskelaufbau abnehmen, was weiß ich. Und generell von der Ernährung her, das muss halt einfach gut schmecken, darf keine Unverträglichkeiten triggern, sonstiges. Aber ... Der Nachhaltigkeitsfaktor ist kein so großer Kaufgrund. Also wenn ich wirklich zwei Produkte habe, die sind ungefähr gleich gut und dann ist das eine nochmal nachhaltiger, dann sage ich, okay, nice, dann nehme ich das. Aber wenn der Preis höher ist oder wenn generell andere Sachen nicht stimmen, dann bringt das auch nicht viel.
Michael: Das finde ich spannend. Ja, klar, das Thema Nachhaltigkeit. Wie gesagt, zumindest in meiner Wahrnehmung, aber es ist ja auch immer so dieses Thema, in welcher Bubble bewegst du dich persönlich oder wo bist du? In meiner Wahrnehmung, zumindest in meinem näheren Umfeld, hast du es jetzt öfter, dass die Leute eher sagen, sie kaufen regional, sie gucken eher so nach dem Thema Nachhaltigkeit. ich weiß, was du meinst, gerade mitten in der Corona-Zeit.
Philipp: Klar.
Philipp: Mmh.
Michael: hatte gefühlt jedes Unternehmen so groß auf der Fahne, wir sind Nachhalt. Da war das fast schon so ein Basswirt. Und da war einiges an Greenwashing dabei, da bin ich mir ganz sicher, dass Waldzeit auch gerade einfach mit Corona so ein Thema war und mit Fridays for Future und...
Philipp: Genau. Genau.
Philipp: Auf jeden Fall.
Philipp: Ich glaube, regional ist auch super wichtig. Das ist auch nochmal für die Qualität und sonstiges nochmal ausschlaggebender. Ich glaube, Burs dieser pure Begriff nachhaltig wird halt so bisschen weichgespült, wie es in letzten Jahren war.
Michael: Ja, das ist... Also ich hab jetzt auch schon zwei Kunden gehabt, die halt auch so krass im Bereich Bio waren, das war halt also im Bereich Naturkosmetik, die halt bewusst nicht auf diesen Begriff nachhaltig gehen wollten, weil halt... Weil es halt einfach schon so dermaßen abgelutscht ist, Begriff und...
Philipp: Mmh.
Philipp: Ja. Und ich meine, was ist nachhaltig? Nachhaltig ist nichts zu machen, na, ich im besten Fall, Also.
Michael: Ja, ja, ja, wieder wahr. Aber ich will trotzdem nochmal darauf zurückkommen, weil ich hätte eigentlich gedacht, dass das bei euch viel mehr Impact hat nochmal tatsächlich, gerade um euch auch von den anderen Produkten abzuheben, weil du hast ja, also gerade auch in der Kommunikation ist ja, dass das Produkt besser schmeckt oder... Gesünder ist, ist ja immer die eine Sache, aber das behaupten ja alle letztendlich an der Stelle. Also das lese ich ja jetzt endlich auch bei allen möglichen anderen... Na, sag schon. Supplement Hersteller.
Philipp: Mh. Mmh.
Philipp: Also klar, jeder behauptet natürlich sein Produkt ist das beste. Ende des Tages hat jeder natürlich auch einen unterschiedlichen Geschmack. Also ein paar Leute schmeckt es besser, wenn es süßer ist. Ein paar Leute, wenn es weniger süß ist, das ist auch immer ganz unterschiedlich. Es ist, ich kann nur aus der Erfahrung sprechen, wir machen ja auch... ... viel Werbung, viele Ads etc. Und da zieht der Punkt einfach nicht so gut. In der Masse, in der Werbung nach außen. Für die Kundenbindung und für langfristigen Communityaufbau ist das auf jeden Fall eine coole Sache, weil man sich damit verbunden fühlt, ... eine Mission hat. Für den Neukunden jetzt ein richtiges Kaufargument ... einfach aus KPI-Sicht und wirklich aus Marketingdaten, die wir auswerten, ist das jetzt kein Riesengrund. Also da performen andere Ads auf andere Engels deutlich besser.
Michael: Okay.
Michael: Also ja, wie gesagt, ich hätte jetzt ganz ganz anders erwartet, ehrlicherweise auch auch ehrlicherweise aus der persönlichen Aus der persönlichen Auswahl, weil ich glaube meine Frau hat sich genau aus dem Grund für euch entschieden oder die sagte es ist vegan, es ist nachhaltig, es ist halt nicht so süß, das auch. Deswegen dachte ich es ist einfach ein größerer Hebel bei euch. Aber was was sind dann an der Stelle so die großen Hebel datentechnisch?
Philipp: Was bei uns wirklich wichtig ist, das Thema Verträglichkeit. Einfach weil es sehr viele Leute gibt in der Bevölkerung, Unverträglichkeiten haben. Sei es wirklich auf Allergene oder sei es einfach nur auf Molke, sei es auf verschiedene Stoffe, Aromen, Süßungsmittel oder Sonstiges. die der Magen einfach nicht so gut verträgt bei den Leuten und die dann halt Splähungen bekommen, Bauchprobleme, Blaerbauch etc. oder Bauchweh. Das ist ein großer Faktor. Dann natürlich das ganze Thema... einfach weil wir wirklich sehr klinene Inhaltsstoffe haben, biozertifiziert, keinen Bullshit drin haben und natürlich am Ende des Tages auch der Geschmack, weil es einfach wirklich sehr wenige hochwertige Produkte gibt, die auch noch einen guten Geschmack haben, weil meistens schmecken die dann halt wirklich so ein bisschen nach Gras. Das ist so ein bisschen das Ding.
Michael: Ja, erinnert mich immer so ein bisschen von dieser... Ich will jetzt gar kein Peschenk betreiben an der Stelle, sondern hier so Schokolade von Alnatura oder so, was so krass, richtig krass bio-unnachhaltig ist. Also, mir schmeckt sie nicht. Es ja, ist aber persönlich... Persönliches Thema.
Philipp: Ja, ist teilweise leider so. Viele, die haben halt wirklich, die voll diesen Qualitätsanspruch haben, zumindest von der Rohstoff- und Bio-Ebene und so, die kriegen es dann leider nicht gut hin, auch einen guten Geschmack hinzubekommen oder auch einen Zucker rein oder so, was ja gar keinen Sinn macht bei einer Proteinpulver, weil ich will ja nicht jeden Tag Fett Zucker reinschütten.
Michael: Ja, klar, und das ist halt... Am Ende ist das auch das, was den Unterschied an dem Moral Marketing macht. Klar, der einen Seite kann ich ja sagen, sind klinische Zutaten. Aber dann will ja jetzt vielleicht auch derjenige, der gerade da einsteigt, wissen, was heißt das am Ende für mich. Also was ist jetzt der Vorteil? Das hast du ja gerade auch ganz schön gezeigt, gerade mit den Verträglichkeiten. Oder mit den Hautproblemen an deinem Beispiel. Was bedeutet das am Ende für mich, dass ich halt cleanere Sachen habe? Ich hab halt keine Hautprobleme mehr, ich vertrag das halt besser. hab halt, was weiß ich, keinen aufgeblähten Bauch und so weiter von der geschmacklichen Ebene jetzt nochmal losgelöst. Nur mal für mich aus Interesse, müsst ihr das irgendwie bei einer übergeordneten Stelle oder bei der Lebensmittelbehörde oder so krass checken lassen nochmal, wenn das so auf diese Bio-Zertifizierung geht oder auf diese...
Philipp: Mmh.
Philipp: Ja, es gibt ja verschiedene Zertifizierungen. Wir haben ja selber keine eigene Produktion. Wir haben verschiedene Lohnproduzenten, die für uns die Produkte herstellen. Das ist ganz unterschiedlich je nach Produkt. Nicht jeder kann alles und es gibt Spezialisten für die einzelnen Produkte. Und die sind natürlich zertifiziert mit IFS etc. HCCP, Pipapo, also wirklich mit Lebensmittelsicherheitssachen. Bio zertifiziert auch. Wir sind natürlich auch bio zertifiziert, Unternehmen. Auch das sind wir schon. Aber wir haben jetzt keine, also wir selber
Michael: Höchste Qualität und so weiter?
Philipp: haben jetzt keine großen Hygienezertifizierungen, weil wir haben ja mit der Herstellung nichts zu tun. Also wir lassen das produzieren und lassen das in unser Lager schicken. Aber wir mixen das jetzt nicht selber zusammen. Und wir lassen natürlich alle Produkte nochmal im Labor dann testen, auf Föhrmetalle, Schadstoffe etc. Also das machen wir schon. Wir haben eine relativ strikte Qualitätskontrolle auch schon bei dem Produkt und Wareneingang. Also da sind wir natürlich schon dahinter.
Michael: Okay, wir das...
Michael: Ja, weil es nun mal für mich das Interesse hat. der einen Seite ist das eine ja immer, was schreibe ich mir am Ende auf die Fahne hinsichtlich Qualität und dafür stehen wir und Zertifizierung und so weiter und wie wird es ja dann auch gelebt, ich glaube gerade für so Unternehmen, das sehr hoch halten, so, wenn so Rückrufaktionen sind, weil halt Schwermetall oder irgendwas da drin ist, ist wesentlich image-schädigender als jetzt bei Nestle zum Beispiel. Abgesehen davon, dass Nestle viel größer ist.
Philipp: Ja klar, klar am Ende des Tages, mein sowas kannst du verhindern indem du natürlich die Rohstoffe testest. Das ist super vermeidbar. Meistens sind ja so Rückrufaktionen dann weil irgendwie Metallteile oder drin gefunden wurden oder irgendwas verunreinigt wurde. Das kannst du als Marke... nicht vermeiden, das ist wirklich ein Fehler von der Produktion, wenn das mal passiert, also uns das noch nie passiert, ich kenne auch eigentlich keinen anderen, dem das immer passiert ist, klar, je mehr Volumen du natürlich hast, desto eher kommst du was halt mal vor, dass mal irgendwas in der Maschine ist oder so und dann rufst du es natürlich zurück, wenn da irgendwie ein Fall bekannt wird oder so, hatten wir jetzt noch nie, aber ich glaube diese ganzen Fälle aus dem Rewe, die man da so sieht und so, wenn da mal irgendwas drin ist, dass es dann wirklich vom Produzenten, was halt schiefgelaufen ist und jetzt nicht von der Marke irgendwas selber, wo die aktiv dafür was können.
Michael: Ja, aber das Ding ist halt wie mit Album. Am Ende fällt's halt auf die Marke zurück, halt die am Ende draußen steht ja am Ende wie Tame drauf und nicht äh... Milchproduzent XY.
Philipp: Ja, das stimmt natürlich.
Philipp: Nö.
Michael: Deswegen, du hast jetzt gesagt, ihr arbeitet viel mit Ads, gerade auch im Bereich Verträglichkeit. Was ja vor, ist jetzt glaube ich aktuell auch wieder, geht wieder so bisschen zurück, aber war ja vor so die letzten Jahre gerade im Sportbereich oder im Supplementbereich so das ganze Thema Influencer-Marketing mit Rabattcodes und so weiter. Das kenne ich jetzt von euch auch nicht so krass tatsächlich, dass ich da jetzt bei allen möglichen Fitness-Influencern Rabatte auf für wie 10 kriege. Wie arbeitet ihr damit möglich?
Philipp: kann sein, dass du den Leuten nicht folgst, wir haben aber tatsächlich super viele Creator. Also wir haben über 200 aktive Creator bei uns im Netzwerk sozusagen, die für uns Content machen. heißt jetzt auf Story-Ebene, Reels etc. Also wirklich ein Wunden-Nix auch aus verschiedenen Zielgruppen. Also wir machen größtenteils das Haste schon über Influencer. Klar, wir haben auch andere Kanäle wie Meta, Google. ganzen Owned-Kanälen, Newsletter, Whatsapp etc. Aber der größte Teil kommt tatsächlich auch über Creator bei uns. An Umsatz.
Michael: Okay, ist das bei euch definitiv, weil du hast ja vorhin gesagt, du bist eher der Zeitmensch bei euch mit den Prozessen und so weiter, ist das definitiv nachweisbar, dass bei euch das ganze Thema Creator, Influencer deutlich erfolgreicher ist am Ende als andere Marketingkanäle.
Philipp: Auf jeden Fall. Also vom Return her generell, ich meine es wird ja auch immer schwieriger, wenn du es dir mal anschaust. Klar auf allen Kanälen wird es schwieriger, aber es ist teilweise fast unmöglich wirklich noch einen guten Return zu bekommen. Und am Ende des Tages hast du halt auch wirklich eine andere Außenwahrnehmung. Mit Creator-Sammarbeit ist nicht nur ein Sale oder gerade, oder ein Angebot gerade promoted wird, sondern auch wirklich Leute, die Produkte benutzen, die Leute natürlich auch für was stehen, eine Expertenrolle haben oder irgendwie coole Leute sind, die dann das Markenbild sozusagen nach außen tragen oder halt formen über eine längere Zeit. Dementsprechend ist das glaube ich super wichtig und die größten Supplement-Brands sind ja immer mit Influencern gewachsen. Das darf man nicht vergessen und das hat auch einen Grund.
Michael: Näher eben.
Philipp: das so ist. Deswegen ist das auch super wichtig. Es ist erstmal schwierig reinzukommen und zu starten, aber je mehr Leute du hast, desto mehr befreut sich das natürlich auch und desto mehr Leute ziehst du natürlich auch an über die Zeit.
Michael: dann irgendwann ein gewisser selbstläufer wenn dann die marke einfach einfach größer wird wie du schon sagst aber aber arbeitet ihr da richtig mit mit mit markenbotschafter direkt für euch oder ist das eher dann so der influencer macht halt öfter werbung für für wie teilen und hat einen festen rabattcode oder geht es da jetzt wirklich in form von richtung corporate influencer vielleicht auch eigene mitarbeiter die halt sehr sehr fit sind an der stelle oder eine große community haben oder halt wirklich
Philipp: Auf jeden Fall.
Philipp: Mmh.
Michael: Externe, die ihr an euch binden wollt. Oder bindet.
Philipp: Ne, das sind, also klar, haben natürlich auch bei uns im Team ein paar Creator, die Freundin von meinem Mitgründer ist auch eine Creatorin, aber an sich sind das größte als externe. Also wir haben jetzt keine extra Leute, die wir uns im Team sozusagen ranzüchten als Creator. Das ist vielleicht im B2B noch mal wichtiger, aber bei uns sind das größtenteils Experten aus verschiedensten Bereichen, Sport, Ernährung, die halt verschiedene Channels haben und sei es jetzt auf Insta. auf YouTube, Podcasts, TikTok, you name it.
Michael: Ja, es ist ja manchmal möglich. hast ja gerade, wenn das Team größer wird, du ja dann einfach auch verborgene Potenziale im Team.
Philipp: Also Social machen wir auf jeden Fall auch. Aber halt eher für unseren Account. Wir haben jetzt keinen extra Creator im Team, der noch mal da aktiv ist.
Michael: Was nicht ist, ja noch werden. Vielleicht findet sich ja auch ein Creator, der genau deswegen zu euch kommt. Wär ja am Ende eine spannende Möglichkeit.
Philipp: Auf jeden Fall, solange die Marke nicht so abhängig davon ist, gibt es ja auch. Da steht es sozusagen, der Creator wirklich für die Brand. Was ja long term auch nicht so gut ist, weil wenn er mal irgendwie weggehen sollte oder sich für was anderes entscheidet, dann ... zieht das natürlich auch konsequenzenlos.
Michael: Ja, es ist immer, aber das ist ja am Ende, wenn du so willst mit jedem Creator so was, es ist immer irgendwo ein Trade, wie weit begibst du dich da in Abhängigkeit und wie weit nicht und wenn ihr das managen kann. Aber ja, ich weiß, worauf du an der Stelle hinauswirst. Ja, ist ja letztendlich für Corporate Influencer und so weiter auch nicht, wenn du für Personalmarketing an der Stelle gehst oder nicht.
Philipp: Vor allem
Michael: Managt ihr sowas alles selber oder macht ihr das über Influencer-Agenturen oder People-Agenturen?
Philipp: Ja. Ne, das ist alles innenhaus. Wir haben ein Team innenhaus für Akquise, Betreuung etc. sind Mitleute. Fünf Leute, die sich nur den Creator kümmern.
Michael: Das ist doch einiges.
Philipp: Auf jeden Fall, ist auch viel. Du kriegst die ganze Zeit Anfragen, du musst neue Leute ranholen. Es ist nicht einfach.
Michael: Und wie funktioniert das? Also wenn ich jetzt so Creator bin, komme ich zu euch und sage hier ich feiere euer Produkt und will da mal mitmachen.
Philipp: Zum Beispiel, es gibt beide Richtungen. Entweder kommen die Leute direkt auf uns zu oder wir gehen auf die Leute zu. Je nachdem. Wir haben natürlich auch einen Outreach, wo wir auf Leute zugehen, die uns anschreiben und aktiv die Kooperation suchen. Es auch Netzwerke oder generelle Agenturen, die die Creator an der Vertrag haben, sogenannte Managements. Das ist so so. Klar, bewerben sich auch einige bei uns. auf die Größe und musst du meistens selber zugehen. Ich echt so viele Anfragen bekommen den ganzen Tag. haben schon das Luxusproblem, sie sich das selber dann nur noch zusammenpicken, was sie gerne machen würden.
Michael: Ja, am Ende, überall, je größer du wirst, umso eher kannst du dir aussuchen, mit wem du zusammenarbeiten willst. Ist ja letztendlich bei euch auch nicht anders. Am Anfang vielleicht noch eher auch die kleinen Influencer genommen mittlerweile. Je nachdem, auch eher in der Situation zu sagen, hier kann ich mir aussuchen oder wie auch immer. Also ist wie überall.
Philipp: Klar.
Philipp: So ist es. Ist aber gut, Learnings zusammen in erst mal klein zu starten. kann ich nur empfehlen.
Michael: Ja, ich hab persönlich keine Erfahrung mit Influencer Marketing, aber ich, ja, ich stell's mir mitunter je nach, je nach Charakter der, der Person abenteuerlich vor. Wie so mit so kleinen Stars manchmal, aber...
Philipp: Ja klar, brauchst du jeden Fall Verträge, weil sonst gibt's immer Stress am Ende.
Michael: Ja, Handschlagmentalität ist... Aber das ist nochmal ein anderes Thema. Philipp, wir nähern uns so ganz allmählich mit Blick auf die Uhr Richtung Ende unseres Interviews. Eine Frage noch zum Abschluss. Wenn jetzt ein kleineres Unternehmen, ein kleinerer Onlineshop, der sagt, der brennt jetzt für ein Thema, ob es jetzt Nahrungsergänzungsmittel sind oder was anderes...
Philipp: Mhm.
Michael: und sagt, will oder das Unternehmen will jetzt damit starten, so mit dem Thema, was kann ich, seid ihr Shopify basiert? Ich sehe das Shopify-Logo im Hintergrund, ja. Sagt jetzt, die wollen jetzt unbedingt damit starten. Was sind so vielleicht auch drei Tipps gerade für dich aus der E-Commerce-Brille, die du letztendlich neuen Unternehmen mitgeben würdest an der Stelle.
Philipp: Ja ja.
Philipp: Mh.
Philipp: Also ganz frisch oder in kleineren Unternehmen.
Michael: Ja so grad... grad gestartet, kleines Unternehmen bauen gerade einen Shop auf. Also jetzt vielleicht nicht komplett bei Null, sondern...
Philipp: Also auf jeden Fall, was ich empfehlen würde, einmal die Channels zu challengen, weil nicht immer das, was alle machen, richtig ist. Weil es gibt sehr, sehr viele Leute, verbrennen super viel Geld, unprofitable Firmen. Ich würde nicht auf Krampf einen Marketing-Channel angehen, nur weil es alle anderen machen. auf die Profitabilität zu schauen. das einmal. Sucht euch euren eigenen Weg, was macht für euch Sinn, wo seid ihr profitabel, auch wenn das vielleicht ein unbekannterer Channel ist oder Influencer Marketing oder sonstiges. Würde ich auf jeden Fall immer checken. Dann würde ich empfehlen einmal ... die ganzen Kennzahlen im Griff zu haben, also was ich dann empfehlen kann, ist klar als Tool, finde ich richtig gut. Sowohl für Attributionen als auch generell für die Auswertung. Wenn ihr da alles eintragt an Kosten und Kanäle verbindet, dann habt ihr eine super Auswertung, wie viel Profit ihr macht, weil ich glaube da blicken viele auch nicht durch oder sehen das dann erst so spät, ein paar Monate später auf der BWA. Genau, und ansonsten... Ja, macht ein geiles Produkt, weil am Ende des Tages ist das das Wichtigste. wenn das Produkt nicht geil ist, dann kann das Marketing noch so gut sein. Langfristig, kurzfristig kann das funktionieren, aber langfristig würde sich das nicht hochsetzen.
Michael: Nee. Und umgekehrt auch, wenn du geiles Produkt hast und keiner kennt es, nutzt du das auch nicht. Es sind immer zwei Seiten der Medaille.
Philipp: Klar. stuff.
Michael: Philipp, wir haben es geschafft. sind durch oder fast durch. Die letzte Frage oder letzte Bereich. Wenn jetzt jemand sagt, er will da einsteigen, er will mit Vitaean mal ausprobieren oder vielleicht auch der eine oder andere Influencer in der Gruppe ist oder sagt, ist geiles Unternehmen, ich will mich da mal melden. Wie können sie dich oder euch erreichen?
Philipp: Wenn ihr mal auf unsere Seite geht, sei es für Jobs oder für Affiliate-Anfragen, haben wir Unterseiten, wo man ganz einfach kurz hinschreiben kann. Da melden wir uns auch relativ zügig wieder. Falls ihr auf der Suche seid, wir gerade was ausgeschrieben haben oder ihr generell auch Creator seid, dann könnt ihr euch jederzeit melden und dann kümmern wir euch zeitnah. Das ist alles relativ easy zu finden, einfach über ein Footer bei uns. Oder einfach über Instagram schreiben, das geht auch.
Michael: Wunderbar. Ich packe alle Links zu allen Social Media Kanälen und zur Webseite in die Show Notes. Da kannst du dir dann dort draußen einfach draufklicken und kannst dich da direkt mal umsehen. Ich kann es nur empfehlen. So, jetzt entgültig. Das war's. Vielen Dank für deine Tipps. Vielen Dank für deine Zeit auch an dich da draußen. Vielen Dank dafür, dass du heute dabei warst, dass du deine Zeit... uns geschenkt hast, und wenn du vielleicht jemanden kennst, der sich gerade mit dem Thema E-Commerce beschäftigt und das unbedingt mal hören sollte, dann leite ihm doch die Episode gerne weiter. Ich verabschiede mich damit, macht's gut, ich bin raus, Philipp, dir gehören die letzten Worte, du darfst alles sagen, außer Danke für die Einladung.
Philipp: Das habe ich ja schon gesagt. Nee, mich auch gefreut. Schonmal, wenn ihr das vor Weihnachten hört, frohe Weihnachten. Ansonsten hoffe ich, ihr hattet eine schöne Zeit. Danke für die Einladung und dann bis zur nächsten Folge.